Archiv der Kategorie: design it

Colour your life

Transformation of a bedroom with an eclectic touch (colour Farrow & Ball INCHYRA BLUE)

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before

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after

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Glück in deiner Hand

Es gibt ein schönes altmodisches Wort, der HANDSCHMEICHLER. Adäquate Übersetzungen ins Englische gibt es nicht, PALM STONE trifft nur die Form, das beruhigende Gefühl in der Hand wird nicht mitgeliefert.

Ich habe Holzstücke aus meiner Sammlung mit einer Transferpaste bearbeitet und ganz individuelle Motive für Freunde aufgebracht. Das Verfahren ist sehr leicht und ich denke die beschenkten Freunde fühlen sich sicher und beschützt wenn sie den Handschmeichler in der Tasche haben.

Ahlan Sadiqi!

patch3

Go, Gunners, Goal!

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Love is all you need.


Homestaging oder ein Loft in Köln

Beim Stöbern in einem großen Baumarkt (eigentlich suchte ich eine Solarlampe für den Balkon) stieß ich auf die Tapetenabteilung. Seit Jahren von mir vernachlässigt, weil Tapete = old School mit Baumarktcharme (kommt direkt hinter den Poco-Möbeln). Trotzdem erwarb ich eine Rolle Strukturtapete (made in Germany mit internationalem Flair) nebst teurem Spezialkleister.

Mein Büro fristete bis dato ein liebloses Leben, jetzt habe ich das Gefühl, in einem Loft an der Upper East Side oder in Camden zu sitzen und meine kreativen Ergüsse zu bearbeiten. Und weil ich eine umfassende Sammlung von Buchstaben habe, sind vier von ihnen zu einem Statement geworden, das mich tagtäglich anlacht:

vorher - before

vorher – before

Homestaging

after – nachher

Homestaging

love what you do (frei nach J.S.F.)


Mix and match

Meine Bücher waren immer wild durcheinander gewürfelt. Also, durcheinander im optischen Sinne. Gleichwohl sie einer Systematik folgten. Der des Genres. Jetzt habe ich alles neu geordnet (der Grafiker an sich liebt die Ordnung). Colorblocking ist der Trend – wenn man denen glauben schenken kann. Ich finde es optisch beruhigender und wähle meine Bettlektüre demnächst nach stimmungsabhängiger Farbsymbolik aus.


Kindheit II oder Erik aus dem Norden

Meine Eltern hatten in den 60er Jahren zwei Lounge-Sessel aus Kirschholz im modernen dänischen Design. Passend dazu dunkelgrüne Cordpolster und wir Kinder haben die plastikummantelten Drahtspiralen, auf denen das Sitzpolster lag, regelmäßig aus der Nut gerissen – so wurden sie beansprucht. Mit den Jahren hatte ich sie komplett vergessen (wer kann sich an die erste Einrichtung der Eltern erinnern?), bis ich mich mit „Mid Century Design“ beschäftigt habe und dabei wieder auf Fotos ähnlicher Sesel stieß.
Nun kommt Erik ins Spiel, ein Bekannter aus Deutz, der eben solch ein Gestell in gute Hände geben wollte. Ich habe den Stuhl in meiner „Werkstatt“ abgeschliffen, Judith hat mir die Polster genäht und jetzt steht er wie selbstverständlich und zu mir passend im Wohnzimmer neben dem Kamin. Sein Name ist nicht uniformiert schwedisch, sondern einem Unikat angemessen: Erik aus dem Norden.


Larger than Live

Nach dem Umgestalten meines Zimmers habe ich eine leere Wandfläche, auf die ich ein Riesenposter kleben möchte. Großformatige Ausdrucke sind relativ teuer, hier meine eigene Arbeitsweise (etwas unkonventionell, zugegeben!)

Die Freeware PosteRazor für Mac ermöglicht das Aufsplitten von Fotos auf mehrere, frei wählbare A4 Seiten. Geht sehr schnell und bedienerfreundlich. Als Datei generiert die Software ein pdf, das ich dann auf dem Laserdrucker ausgedruckt habe. Insgesamt 6×6, also 36 Seiten.

Mit einer Schneidemaschine habe ich die druckerbedingten weißen Ränder abgeschnitten. Dabei ist darauf zu achten, dass der jeweilige Außenrand stehen bleiben soll. So erhält das Poster einen ca. 1 cm breiten Außenrand.

Die Einzelseiten habe ich erstmal auf dem Boden ausgelegt. Dadurch sehe ich das Motiv in voller Größe und kann Maß nehmen. Das Maß zeichne ich an der Wand an. Es handelt sich um simple Raufasertapete. Das Poster wird direkt auf die Raufaser geklebt und kann später wieder abgelöst werden. Verspricht zumindest der Kleister-Hersteller.

Ich benutze handelsüblichen Vliestapeten-Kleister, der mit kaltem Wasser relativ dick angesetzt wird und nach 5 Minuten verarbeitet werden kann. Er wird mit einem dicken Pinsel oder Quast direkt auf die Wand gestrichen. Das ist wichtig, denn wenn man versucht, die Ausdrucke zu kleistern, weichen sie auf und reißen ein.

Oben links beginnend klebt man zügig die Ausdrucke an die Wand, immer mit dem schon durch die Software generierten Überlapp von 0,7 cm. Immer eine Reihe horizontal nach der anderen. Der Kleister muß sehr dick aufgetragen werden sonst hält es nicht. Die überlappenden Stellen streicht man mit einem Finger mit Kleister ein. Dabei kann er ruhig über das Motiv gestrichen werden, er trocknet später klarsichtig ab. Das sieht dann so aus:

Alle noch hochstehenden Teile werden ganz vorsichtig mit dem Kleister-Finger eingestrichen. Die Falten, die jetzt zu sehen sind, ziehen sich im Trocknungsprozess heraus.

Und so sieht das Ganze am Ende aus: Marlon Brando kann kommen!


Jack in the box

Für einen Freund habe ich eine Wunschbox gebastelt. Grundlage ist eine quadratische Schachtel aus dem Schreibwarenladen, ca. 3×3 cm groß. Sie hat einen Deckel und ist von aussen hübsch aber unscheinbar.

Ich habe eins meiner Lieblingsfotos in Photoshop auf die benötigte Größe skaliert, ausgedruckt und in die Innenflächen der Schachtel geklebt. Dazu platzierte ich eine Figur mit einem „Wunschstab“ auf der Bodenfläche, fixiert mit Uhu.

Die Figuren sind eigentlich für den Modelleisenbahnbau hergestellt. Die schönsten und vielfältigsten sind vom Hersteller „Preiser“. Bei ebay findet man etliche Menschen, Tiere und Figuren – auch aus den 50er/60er Jahren.